Projekt-Beschreibung

Projekt-Partner

Projekt-Förderer

Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter – Handlungsempfehlung

Erfahrungen der Fachkräfte aus der Arbeit mit UMF

Aktuelle Informationen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge und des Bundesverbandes unbegleiteter minderjährige Flüchtlinge 

 

Projekt-Beschreibung

 

Vom Willkommen zum Ankommen

KIWA – Kindeswohlorientierte Aufnahme von unbegleiteten Minderjährigen durch Qualifikation, Wissen und Netzwerkbildung

 

VOM WILLKOMMEN ZUM ANKOMMEN

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die ohne Ihre Eltern nach Deutschland kommen, ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Sie wurden auf der Flucht getrennt, haben Ihre Eltern verloren oder sind ohne sie aufgebrochen. Der Großteil sind Jugendliche aus den Bürgerkriegsländern Afghanistan, Syrien, Irak und Somalia. Sie fliehen vor Zwangsrekrutierungen durch radikale Milizen, Krieg und Verfolgung.

Lange hat nur ein kleiner Teil der ca. 600 Jugendämter in Deutschland unbegleitete Minderjährige (uM) aufgenommen. Aufgrund gesetztlicher Neuregelungen und des Anstiegs der Flüchtlingszahlen, werden uM mittlerweile verstärkt in die Fläche verteilt. Kommunen, in denen bisher keine uM betreut wurden, müssen die notwendige Infrastruktur schaffen – von Aufnahmeeinrichtungen über Bildungsangebote bis zu Therapiemöglichkeiten. Das Personal muss qualifiziert und geschult werden. Eine große Herausforderung, aber auch eine große Chance.

Die jungen Menschen bringen viele Potentiale mit und sind meist hochmotivert sich eine Zukunft in Deutschland aufzubauen. Viele von ihnen können langfristig nicht zurück. Die Aufnahmestrukturen müssen ihren Bedürfnissen gerecht werden und passgenaue Hilfen anbieten, die ein gute Ausgangsvoraussetzung für das Leben in Deutschland schaffen.

 

PROJEKTZIELE

Seit Januar 2015 führen der Bundesfachverband UMF, das Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) und terre des hommes ein dreijähriges Projekt zur kindeswohlorientierten Aufnahme von unbegleiteten Minderjährigen durch Qualifizierung, Wissen und Netzwerkbildung (KIWA) durch.

Die vorrangige Berücksichtigung des Kindeswohls ist ein zentraler Anspruch des Gemeinsamen Europäischen Aufnahmesystems (GEAS). Um dieses Ziel zu verwirklichen, soll das Projekt die Qualifizierung von Vormündern, Familienrichter_innen und Fachkräften der Jugendhilfe ermöglichen.

Denn die komplexe Rechtslage führt zu großen Herausforderungen und einem steigenden Fortbildungsbedarf bei Fachkräften in Jugendämtern, Jugendhilfeeinrichtungen und den Familiengerichten.

 

WAS WIR ANBIETEN

Das Projekt KIWA unterstützt insbesondere Fachkräfte der Jugendhilfe, Behördenmitarbeiter_innen und politische Entscheidungsträger_innen durch:

  • Qualifizierungen im Rahmen von Schulungen und Tagungen
  • Vernetzung und den Wissensaustausch durch Expertenworkshops
  • Telefonische Beratung
  • Expertise und Arbeitshilfen


Fortbildungstermine, Arbeitshilfen und Tagungsdokumentationen finden Sie unter:
www.b-umf.de
www.dijuf.de

 

 

Projekt-Partner

Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e. V.

Das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) unterstützt die deutschen Jugendämter durch

  • Individuelle Rechtsberatung und Rechtsgutachten
  • Fortbildungen und Fachtagungen
  • Internationale Realisierung von Kindesunterhalt

Als Forum für Fachfragen fördert das DIJuF den Dialog zwischen Institutionen und Berufsgruppen, die mit Fragen der Jugendhilfe und des Familienrechts befasst sind. Die Kenntnisse des Instituts fließen ein in die Fachberatung von Bundes- und Landesgesetzgebern.

Kontakt
Susanne Achterfeld
Telefon: 06221 98 18 29
achterfeld@dijuf.de
www.dijuf.de

 

Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e. V.

Der Bundesfachverband UMF setzt sich für die Rechte von jungen Flüchtlingen in Deutschland und Europa ein. Wir bieten:

Vernetzung und Qualifizierung

  • Hilfe im Einzelfall
  • Politische Expertise
  • Analysen und Handlungsempfehlungen

Wir unterstützen junge Flüchtlinge dabei für ihre Anliegen einzutreten und ihre Stimme zu erheben.
Unser Ziel: Flüchtlingskindern eine Zukunft in Deutschland geben.

Kontakt
Niels Espenhorst
Telefon: 030 82097430
info@b-umf.de
www.b-umf.de

 

terre des hommes Deutschland e. V. – Hilfe für Kinder in Not

Das Kinderhilfswerk terre des hommes schützt Kinder vor Sklaverei und Ausbeutung, hilft Flüchtlingskindern, kümmert sich um die Opfer von Krieg, Gewalt und Missbrauch und sorgt für die Erzie- hung und Ausbildung von Kindern.

terre des hommes richtet seine Arbeit konsequent an den Kinderrechten aus und fördert weltweit und in Deutschland über 350 Projekte für ausgebeutete und benachteiligte Kinder. In Deutschland unterstützt terre des hommes regelmäßig rund 15 Projekte im Flüchtlingsbereich; unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zählen zu den Hauptzielgruppen der Projektarbeit.

Kontakt 
Sonja Welp
Telefon: 05 41 / 71 01-133
s.welp@tdh.de
www.tdh.de

 

Projekt-Förderung

aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU

 

Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter

Handlungsempfehlungen zum Umgang mit unbegleiteten Minderjährigen
Verteilungsverfahren, Maßnahmen der Jugendhilfe und Clearingverfahren

 

Erfahrungen der Fachkräfte aus der alltäglichen Arbeit mit unbegleiteten Minderjährigen in Rosenheim

Ergebnisse einer Arbeitstagung
JAmt 2016, Heft 11, Seiten 531 bis 534

I. Einleitung

II. Arbeitstagung »Standards in der Arbeit mit jungen Flüchtlingen und Rahmenbedingungen«
1. Impulsvortrag

2. Diskussionsforen

a) Thema Clearing
b) Thema Verselbstständigung
c) Thema Volljährigkeit
d) Thema Abschiebung/Rückführung
e) Thema psychische Belastungen
f) Weitere Fragestellungen

3. Ergebnisse der Foren 

a) Forum zum Clearing
b) Forum zur Verselbstständigung

c) Forum zu Anschlüssen an die stationäre Jugendhilfe
d) Forum zum ausländerrechtlichen Status
e) Forum zu psychischen Belastungen

III. Fazit

 

Aktuelle Informationen

zur grundlegenden Einführung in viele Fragen, die das Asylverfahren von UMF betreffen, erhalten Sie auch auf den Seiten des BAMF: www.bamf.de
sowie auf der Website des Bundesfachverbandes unbegleitete minderjährige Flüchtlinge: www.b-umf.de